Fotografin

Ausbildung

Kunst

Fotograf/in zu sein oder Fotograf/in zu werden ist mehr als nur eine Kamera in die Hand zu nehmen und aufs Knöpfchen zu drücken. Es gibt viele Wege ein/e Fotograf/in zu werden. Man kann studieren, sich alles selbst aneignen als Quereinsteiger oder man macht eine Ausbildung. Die dreijährige Ausbildung zur/zum Fotograf/in ist ein anstrengender Weg. Ihr bekommt einen geringen Lohn, ihr macht Überstunden und macht jede Menge Assistentenjobs aber der Weg ist das Ziel. Bei diesem Job stimmt das zu 100%. Man kann zwischen verschiedenen Bereichen der Fotografie wählen. Portrait/ Industrie/Werbung/Architektur/usw. Es ist für jeden Charaktertyp etwas dabei. Als Azubi lernst du alles über die manuelle Bedienung der Kamera und der richtigen Lichtsetzung je nach Thematik. Sei es nun ein Haus, eine Hochzeit oder ein biometrische Passbild. Das wichtigste bei der Forografie ist nicht das Auslösen der Kamera sondern die ganze Vorarbeit. Make-Up, saubere Hintergründe, Wetterberichte checken, Aufheller halten, Kleider zurecht zupfen, Haare aus den Augen legen, Objekte abstauben, Besprechungen, Telefonate, Akkus aufladen, Objektive putzen, etc. Alles Arbeiten die oft dem Azubi zufallen und nachher das Bild perfekt machen. Ja, man lernt auch den Umgang mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Lightroom, Photoshop und Co. Aber wenn alles vorab berücksichtigt wurde, sind diese nicht mehr nötig. In der Realität ist es aber immer stressig. Eine Hochzeit hat einen strengen Zeitplan und kann von 8.00 Uhr morgens bis mitten in die Nacht gehen. Dies muss einem Azubi klar sein wenn er diesen Job machen möchte. Aber wenn man diesen Job erlernen möchte lohnt sich dieser ganze Stress und Die Zeit die man da rein steckt zu 100%. Zu der Zeit im Betrieb kommt auch die Berufschule, hier wird man mit viel technischem Hintergrundwissen gefüttert welches einem das Verständnis seiner praktischen Arbeit ermöglicht. Zudem hat man auch die allgemeinbildenden Fächer Deutsch, Wirtschaft und Gemeinschaftskunde in welchen man ebenfalls eine Zwischen- und Abschlussprüfung absolviert. Zu der theoretischen Prüfung der Inhalte, welche man in der Schule gelernt hat kommt auch eine mehrteiligen praktische Prüfung in der Fotografie. Hier bekommt man 1 Woche Zeit um 3 Themen die man zugeteilt bekommt abzuarbeiten. Zu diesem kommt eine praktische Prüfung in der Handwerkskammer. Hört sich viel an, ist aber halb so wild. Es sollte vielleicht noch dazu gesagt sein, dass nicht jeder Ausbildungsbetrieb es wirklich ernst meint mit seiner Ausbilderpflicht und viele die Naivität der Auszubildenden ausnutzen und sie als billige Arbeitskraft haben. Falls man also das Gefühl hat, man wird nur ausgenutzt darf man sich gerne nach einem anderen Ausbildungsplatz umsehen. Gerade in der Probezeit ist das gar kein Problem. Das zweite Problem ist allerdings, dass es nicht so viele Ausbildungsplätze gibt. Am besten ist es, sich so früh wie möglich zu bewerben.


Kommentare

08.03.2020

Wie bei vielen anderen Handwerksberufen auch, hat man die Möglichkeit, eine sehr gute Gesellenprüfung abzulegen und Landessieger zu werden. Das ermöglicht einem die Chance auf ein Stipendium der Begabtenförderung, mit dem man tolle Weiterbildungen wie ein Studium oder den Handwerksmeister in Angriff nehmen kann.

Leider stirbt der Beruf als Ausbildungsberuf immer mehr aus, was unter anderem den Autodidakten geschuldet ist. Natürlich gibt es darunter einige, die ihre Arbeit wunderbar beherrschen, allerdings denkt heutzutage auch jeder, der eine Kamera besitzt, er sei Fotograf. Dadurch verliert das eigentliche Handwerk an Wertschätzung.

Lara

09.03.2020

Wenn du in einem Portrait Studio arbeitest hast du jeden Tag mit unterschiedlichen Menschen zu tun. Ganz besonders wenn du für eine der 2 ganz besonders großen Ketten arbeitest. Das ist super toll weil jeder Mensch anders ist und auch besondere Behandlung braucht um ihn so entspannt wie möglich fürs Foto zu bekommen.

Man sollte sich aber dennoch bewusst sein das die meisten im Grunde etwa die selben Bilder wollen. Besondere ausgefallene wünsche sind relativ selten. Man macht auch oft nur Dinge die dem Kunden gefallen und einem selbst gar nicht mal sooo sehr.