Medizininformatiker*in

Studium (Universität)

IT und Technik

Informatik im Gesundheitswesen. Beispielsweise Software fürs Krankenhaus programmieren, verbessern, supporten, verkaufen. Nicht nur die Informatik ist ein wichtiger Bestandteil, sondern auch wie das Gesundheitswesen aufgebaut ist, ein bisschen medizinisches Wissen und Management.


Kommentare

Luise

11.06.2020

Bei der Medizininformatik handelt es sich um ein unheimlich großes Berufsfeld. Wie oben bereits geschrieben, kann man Software für Krankenhäuser entwickeln, es ist ebenso möglich seinen Schwerpunkt in anderen Aufgabenbereich zu setzen. Dafür sind oftmals auch KEINE Programmierkenntnisse notwendig. Weitere mögliche Berufsfelder sind: - IT-Infrastruktur im Krankenhaus - Sicherheitsbeauftragter - Qualitätssicherung in der Medizin (hier kann man bspw. bei den klinischen Krebsregistern der Bundesländer, am Insititut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen arbeiten) --> Die Qualitätssicherung ist unheimlich spannend und man lernt sehr viel über das deutsche Gesundheitswesen. - Entwickler für alles mögliche im Gesundheitswesen (Krankenhausinformationssysteme, Praxisinformationssysteme, etc.) - Ganz groß im kommen ist HL7 FHIR. Dabei handelt es sich um einen Standard zur Datenübertragung im Gesundheitswesen. Mit diesem soll Interoperabilität zwischen verschiedenen Anwendungen geschafften werden --> damit ziehe ich in meiner Masterarbeit ein großes Projekt auf. Es macht unheimlich viel Spaß (ich bin eigentlich kein Fan von Programmierung, aber das ist nicht ganz so schwer) und die Community, welche dahinter steht ist total hilfsbereit. Es gibt regelmäßige Treffen wo man sich über aktuelle Projekte austauschen und Fragen stellen kann. - Consulting (Beratung): Dabei werden Krankenhäuser bzgl. der Software beraten, wo Verbesserungen umgesetzt werden können etc. - Berufsfeld von Schulungen: Schulungen für Krankenhausinformationssysteme, HL7 FHIR und andere Standards Wenn man sich für dieses Berufsfeld entscheidet, kann man unheimlich viel dazu lernen. Eine Spezialisierung auf die verschiedensten Dinge ist möglich, ständig erlent man etwas neues. Hinzu kommt, dass die Medizininformatik in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt hat. Unheimlich viele Firmen sind in dem Berufsfeld der Medizininformatik ansäßig und suchen händeringend nach Mitarbeitern, dies wird auch in den nächsten Jahren noch anhalten. Der Vorteil ist zudem, dass oft eine flexible Arbeitszeiteinteilung und HomeOffice mögliche ist (je nach Arbeitgeber). Das gibt einem sehr viele Freiheiten. Der Beruf ist nicht nur für Männer geeignet. Auch Frauen sind gerne gesehen und können in diesem Beruf ohne Vorurteile arbeiten! Ich persönlich kann sagen, dass ich am Anfang meines Studiums nicht so wirklich wusste, wo ich letztendlich landen möchte. Die Bereiche lernt man erst im Laufe des Studiums und einer oder mehrer Anstellungen als Werkstudent kennen. Jetzt habe ich mich auf HL7 FHIR spezialisiert, möchte gerne weiterhin in diesem Berufsfeld arbeiten, evtl. dahingehend aufsteigen, Vorträge auf großen Konferenzen halten und mein Wissen an andere weitergeben.

- Viel vor dem Computer sitzen - Je nach Job reisebereitschaft (auch in andere Länder) - In großen Projekte wird man oft stark belastet (Einhaltung von Fristen) - Ab und zu Überstunden