Erzieher

schulische Ausbildung

Gesundheit und Soziales

Erzieherin, in meinem Fall Kinder von 1-3 Jahren (Krippe). Ist ein wahnsinnig vielfältiges Berufsfeld was die kommenden Generationen betrifft. Kinder geben einem unheimlich viel zurück und jeder Tag ist so unterschiedlich und so schön!


Kommentare

Sarah

09.03.2020

Man bleibt durch den Job im Herzen Kind, finde ich. Natürlich handelt man wie ein Erwachsener aber man vergisst das eigene Kind sein nicht im Alltag

Man muss oft erwachsen handeln und dadurch ein Vorbild sein. Wenn man also große Angst vor Spinnen hat, darf man sich diese nicht anmerken lassen. Man bringt die Spinne einfach raus. Die Kinder dürfen sich die Angst vor der Sache nicht abgucken. Ich persönlich finde das wirklich schwierig

Laura

11.06.2020

den Kinder tagtäglich dabei zusehen zu können, wie sie sich entwickeln und größer werden, die kleinen und großen Freuden des Kita-Alltags, liebe Eltern, die unsere Arbeit wertschätzen und sehr dankbar sind, Schlafwache, natürlich auch das große Angebot an diversen Kaffeesorten damit wir rund-um-die-Uhr versorgt sind und für's ganze Basteln und Spielen so gut bezahlt zu werden ;) (Sarkasmus off)

in manchen Bundesländern dauert die Ausbildung zum/r Erzieher/in teilweise 4 Jahre und ist unbezahlt (!) oder sogar kostenpflichtig (Privatschulen), enormer Personalmangel in vielen Einrichtungen und schlechte Personalschlüssel (z.B. 1 Erzieher zu 10+ Kindern), die dazu Urlaub, Fortbildungen, Ausfall durch Krankheit der Kollegen/innen nicht berücksichtigen, keine gesellschaftliche Anerkennung, für die Verantwortung und Belastung eindeutig zu wenig Gehalt, hohe körperliche (diverse Viren und Bakterien sind das ganze Jahr über im Umlauf, da Kinder krank gebracht werden, Kinder tragen bzw. heben, immerzu in der Hocke, auf dem Boden oder auf Knien auf Augenhöhe der Kinder arbeiten und psychische Belastung (großer Druck und realitätsferne Ansprüche von Eltern, Trägern und Politik), vieles wird als selbstverständlich angesehen, sehr hoher Lärmpegel, zu hohe Ansprüche der Eltern, in vielen 'sozialen' Einrichtungen schon erlebt: Mobbing (meist ausgeübt von Führungspositionen), unbezahlte Überstunden für Vor- und Nachbereitung im 'Home-Office' von Angeboten, Projekten, Elterngesprächen, Dokumentationen, Portfolio/Sprachlerntagebücher, Protokolle etc. und in vielen öffentlichen Einrichtungen: bis zu zwei (!) Jahre befristete Verträge, obwohl Personalmangel herrscht, private Träger bezahlen nicht nach Tarifvertrag sondern nur angelehnt daran (bedeutet meist noch weniger Gehalt)

Julia

11.06.2020

Mein Alltag ist nie gleich und ich bin allrounder. Ich könnte niemals stur am Schreibtisch sitzen. Jeder Tag gibt es neue Aktionen, die mehr oder weniger freiwillig durch die Kinder ausgelöst werden. Ich bin Putzfrau, Seelentröster, Gärtner,"Allwissender", Streitschlichter, Handwerker, Koch, Sportler, Sänger, Tänzer, Lebenskünstler, die Strenge, die Quatschlisel, Basteltante, Berater, kreativer Kopf, Friseur, Betreuuer, Motivateur, Organisateur, Buffetanordnerin, Profi an der Triangel, Vorleser, Puppenspieler, Schauspieler... Es ist unglaublich schön die Kinder bei ihrer Entwicklung zu begleiten, Fortschritte zu sehen und ihre Gedankengänge zu verfolgen. Diese unbeschwerten kindlichen Gedanken die mir entgegen gebracht werden, sind so unglaublich menschlich und unverbogen, ich höre mir sehr gerne an was Kinder für Gedanken haben. Ich lerne mindestens genausoviel von den Kindern, wie sie von mir. Auch gibt es sehr empathische Eltern, die in schweren Zeiten die ruhe bewahren können und uns unterstützen, wo es nurbgeht, auch wenn es nur ein Zettel mit lieben Worten ist.

Der Betreuungsschlüssel,ich finde es unverantwortlich 30 Kinder in 2 offene Räume zu quetschen mit 3 Erziehern. Wenn es denn ausgelernte Erzieher sind. Meistens überbrücken die Einrichtungen mit Hilfskräften, die eben nicht die Wichtige Vorausbildung hatten. Ich habe in der Schule nur wenige Sachen mitbekommen, die ich jn der Praxis im Beruf anwenden kann, ich muss mir immernoch viele Lieder, Reime, Tänze, Angebote selber erarbeiten, ohne eine Vor-und Nachbereitungszeit, soetwas gibt es bei uns nicht.Das soll ich in der Schlafzeit der Kinder machen, in 2 Stunden, neben Entwicklungsbericht, Pause, Besprechung mit Kollegen und dem Team und organisatorischen und Bastelarbeiten für das nächste Fest. Die Bezahlung ist den Anforderungen nicht gerecht. Ich hatte nach meiner Ausbildung in der ich Kindergeld, Bafög und Unterhalt hatte, 200 Euro weniger. Ich verstehe nicht wie es sein kann das der Grundbedarf gedeckt ist vorher und man danach weniger Geld hat, wenn man ins Berufsleben startet. Auch sind die Forderungen der Eltern fernab von jeglicher Realität.