Arbeit in einer Kinderschutzstelle

Erzieherin, Erziehungswissenschaftlerin, Sozialarbeiterin, Sozialpädagogin uvm.

Pädagogik

In einer Kinderschutzstelle wohnen Kinder, die aus verschiedenen Gründen aus ihren Familien genommen wurden (z. B. Vernachlässigung, Gewalt, Missbrauch). Das Jugendamt bringt diese Kinder in die Schutzstelle, wo sie wohnen, bis geklärt ist wie es weiter gehen kann (Rückführung in die Familie, Wohngruppe, Pflegeeltern). Unser Job ist es den Alltag mit ihnen zu gestalten. Im 24-Stunden-Dienst (Dienstzeiten variieren von Einrichtung zu Einrichtung) beginnt der Tag zunächst mit einer Übergabe mit der Kollegin/dem Kollegen, der/die aus dem Dienst kommt. Dann wir der Alltag mit den Kindern gestaltet: gemeinsames Essen, Begleitung bei den Hausaufhaben, evtl. Unterstützung bei der täglichen Hygiene, Abholung von der Schule, Begleitung zu Arztterminen, Freizeitaktivitäten planen und umsetzen aber vor allem für die Kinder da sein, ihnen zuhören, sie positiv bestärken usw., denn das Wohl der Kinder steht an oberster Stelle. Am Abend, wenn die Kinder ins Bett gehen, wird vorgelesen oder geredet. Wenn die Kinder schlafen wird die tägliche Dokumentation geschrieben und weitere hauswirtschaftliche Aufgaben erledigt, für die bisher keine Zeit blieb, wie bspw. das Waschen der Wäsche. Dann beginnt die Nachtbereitschaft. Auch die Betreuer gehen schlafen, sind aber auch nachts für die Kinder da, sollte etwas sein (z.B. schlechte Träume, Einnässen usw.). Die Arbeit in einer Schutzstelle wird nie langweilig. Es gibt immer etwas zu tun, kein Tag ist wie ein anderer. Das macht diesen Beruf so spannend!


Kommentare

06.08.2020

Neue Perspektiven gemeinsam mit den Herkunftsfamilien entwickeln zu können, den Kids einen möglichst angenehmen und stabilen Alltag bieten, kleine „Glücksmomente“ schaffen

Viele Zusatzdienste wenn Kollegen ausfallen um den Gruppenbetrieb aufrechtzuerhalten, fehlende Rahmenbedingungen erschweren effektives Arbeiten enorm, hat mich am Ende so ausgezehrt, dass ich jetzt im Burnout bin.