Notarfachangestellte*r

Ausbildung

Verwaltung

Notarfachangestellte sind in den Büros von (Nur-) Notaren in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, im Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und in den rheinischen Teilen Nordrhein-Westfalens zu finden. Die Ausbildung findet im Büro und in der Berufsschule statt. Nach der Ausbildung ist aber auch eine Beschäftigung in einem Anwalts-/Notarbüro in einem anderen Bundesland möglich. Notarfachangestellte unterstützen den Notar indem sie Sekretariatsarbeiten wie Aktenführung und Telefondienst übernehmen. Sie sind aber vor allem in der Lage Urkunden (z. B. Grundstückskaufverträge, Testamente, Vollmachten) selbständig vorzubereiten und die Abwicklung nach Beurkundung zu übernehmen. Es geht darum dem Notar möglichst umfassend vorzuarbeiten, dieser übernimmt die Vorarbeit und fügt passt die Urkunde falls notwendig unter Prüfung der rechtlichen Möglichkeiten auf individuelle Wünsche der Beteiligten an. In altmodischen Büros sind die mit Papierakten verbreitet und nicht wegzudenken, neuere Büros unterstützen dies mit einer elektronischen Aktenführung. Wer gerne mit Urkunden, Stempel und Siegel in einem anspruchsvollen und hochverantwortlichen Beruf arbeiten möchte ist hier richtig. Notarfachangestellte erwerben Kenntnisse bei der Arbeit am PC oft Kenntnisse mit dem MicrosoftOfficePaket, einer Notarsoftware und der Arbeit mit Grundbuch, Handelsregister, Testaments- und Vorsorgeregister. Sie sind der erste Ansprechpartner des Kundens im Büro, daher ist von Vorteil sicher am Telefon und im Gespräch mit Menschen zu sein oder sich dies bestmöglich anzueignen (es ist gar nicht so schwer, wenn sich sicher ist, welche Unterlagen und Daten man vom Kunde braucht, dies im Telefongespräch zu vermitteln oder einen Rückruf für den Chef zu notieren). Auch die Abrechnung der Aktenvorgänge nach dem GNotKG und die Fristenüberwachung sind Aufgaben der Notarfachangestellten. Idealerweise arbeitet man in einem guten Team mit Notar und anderen Notarfachangestellten in dem der Büroalltag Spaß macht. Viele Büros sind in einer Hierarchie mit Büroleitung organisiert. Hier kommt es auf das menschliche Miteinander an, ob man das richtige Büro gefunden hat. Fortbildungsmöglichkeiten gibt es in Form von Tages-Seminaren. Diese bringen einen fachlich auf den aktuellen Stand. Aufstiegsmöglichkeit ist die Fortbildung zur Notarfachwirtin Kosten ca. 3000€, Dauer 1 oder 2 Jahre). Notarfachwirtinnen werden meist als Büroleitung eingesetzt und sind in den rechtlichen Vorgängen mehr geschult. Die Fortbildung ist aber kein Muss und es gibt mehr qualifizierte Notarfachangestellte mit viel Berufserfahrung als geprüfte Notarfachwirt*innen. (geschrieben von einer ReNo mit dem Wunsch, dass auch dieser Schwester-Beruf seinen Eintrag in das Verzeichnis bekommt)


Kommentare

Lotte

11.06.2020

Keine Urkunde ist gleich und jeder Mandant hat eigene Wünsche. Die Fälle können zum Teil sehr anspruchsvoll sein.

Der Druck auf Arbeit. Schnell alles abliefern können. Rechtssicherheit ständig in allen Konstellationen zu wissen und das viele allein mit schwierigen Rechtsfragen zu sein. Nicht in jedem Büro so, aber schon sehr oft gehört.